Nachhaltige Mobilität, was bedeutet das genau?
Wirtschaft, Umwelt und Klima sowie CO2-Einsparung

Wir alle wollen komfortabel und vor allem sicher reisen können, sowohl jetzt als auch in der Zukunft. Gleichzeitig verursachen Verkehr und Fortbewegung allein 23 % der gesamten CO2-Emissionen in den Niederlanden. Dieser Prozentsatz muss sinken! Nachhaltige Mobilität muss ein Gleichgewicht zwischen Erreichbarkeit, Wirtschaft, Umwelt und Klima herstellen. Sie konzentriert sich sowohl auf regionale als auch auf globale Probleme. In diesem Artikel erklären wir, was nachhaltige Mobilität ist, und geben Beispiele und Tipps.
Was bedeutet nachhaltige Mobilität genau?
Nachhaltige Mobilität bezeichnet eine zukunftsfähige Art des Transports, bei der unsere Fortbewegung keine Auswirkungen auf die Umwelt hat und immer weniger CO2-Emissionen verursacht.
Allerdings sind Fortbewegungen ein wichtiger Bestandteil unseres täglichen Lebens. Wir müssen zur Arbeit, zum Supermarkt, zum Sport und Freunde und Familie besuchen. Darüber hinaus fahren wir in ferne Länder in den Urlaub. Hierfür nutzen wir Autos, Busse, Züge, Flugzeuge, Fahrräder und andere Formen des Transports. Leider verursachen viele dieser Fortbewegungen die notwendigen CO2-Emissionen. Nicht nur durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe und die Produktion von Fahrzeugen, sondern auch durch Nebensächlichkeiten rund um den Transport. Denken Sie hierbei an den Bau von Strassen und deren Instandhaltung. Aber auch an die Einsparung von Kraftstoff.
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Nachhaltige Mobilität kann wie folgt definiert werden:

„Nachhaltige Mobilität ist ein Mobilitätssystem, in dem jeder sicher, zu einem akzeptablen Preis und ohne Schädigung der Umwelt Aktivitäten entfalten kann.“
Eine kurze Erläuterung der wichtigsten Wörter aus dieser Definition
Mobilitätssystem: Mobilität wird als „das Beweglichsein“ oder „das Mass, in dem sich etwas oder jemand bewegt“ angesehen und kann als das Ökosystem aller menschlichen Bewegungen definiert werden. Der Begriff Ökosystem hat innerhalb dieser Definition eine Funktion, da sich Menschen dank Mobilitätssystemen auf verschiedene Weise fortbewegen können. Ein simples Beispiel für ein Mobilitätssystem ist der Zug, der Bus oder sogar das Fahrrad. Es betrifft alle Mittel, die notwendig sind, um eine Reise zu ermöglichen: von der Infrastruktur bis zur App, die die Route bestimmt.Zugänglich: Ein nachhaltiges Mobilitätssystem muss für so viele Menschen wie möglich zugänglich sein, insbesondere für die schutzbedürftigsten Menschen in der Gesellschaft. Vor allem Kinder und ältere Menschen müssen Zugang zu einer Form der Mobilität haben, damit sie sich so selbstständig wie möglich fortbewegen können.
Sicher: Ein nachhaltiges Mobilitätssystem strebt null Verkehrstote an (ISSA - Vision Zero).
Zu einem akzeptablen Preis: Dies sind die Kosten für die Aufrechterhaltung des Mobilitätssystems (wie z. B. die Instandhaltung von Straßen und das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln), die von den Nutzern und der Gesellschaft getragen werden. Diese Kosten müssen so beschaffen sein, dass sie auch in Zukunft bezahlt werden können.
Mit minimalen Auswirkungen auf die Umwelt: Die Auswirkungen müssen so gering wie möglich sein. Ein Mobilitätssystem darf unsere Lebensqualität oder die der kommenden Generationen nicht nachteilig beeinflussen. Gegenwärtig zeugen der Klimawandel und die schlechte Luftqualität aufgrund unseres Mobilitätssystems von einem Mangel an Nachhaltigkeit.
Mit allen Chancen, Aktivitäten zu entfalten: Verlagerungen sind ein Bestandteil der Mobilität. Dennoch sind Verlagerungen nicht notwendig, um mobil zu sein, denn es gibt auch „unsichtbare Mobilität“. Ein Beispiel für Mobilität ohne Verlagerung ist die Heimarbeit. Durch die Heimarbeit können Sie Arbeiten verrichten, ohne pendeln zu müssen. Dies macht Mobilität zu einem Mittel, das es den Menschen ermöglicht, Aktivitäten zu entfalten, um leben zu können. Mobilität ist daher kein Selbstzweck, sondern nur die Folge von (und die Voraussetzung für) menschliche Aktivitäten. Sie ist also mehr als die Summe aller Verlagerungen.
Wie kann man nachhaltige Mobilität realisieren?
Nachhaltige Mobilität lässt sich durch den Einsatz der 3 V's realisieren: Vermindern, Verlagern, Verbessern.
Vermindern: Vermeiden Sie unnötige Fahrten, indem Sie beispielsweise Telearbeit nutzen und Ihr Mobilitätsverhalten bewusst reflektieren. Reduzieren Sie die Anzahl der Kilometer durch eine gute Standortpolitik.
Verlagern: Verlagern Sie Ihre Fahrten beispielsweise vom Auto auf das Zufußgehen, das Fahrrad oder die öffentlichen Verkehrsmittel.
Verbessern: Wenn eine Fahrt mit dem Auto unvermeidlich ist, wählen Sie ein gemeinsames Auto: Teilen Sie Ihre Fahrt mit anderen und nutzen Sie das umweltschonendste Fahrzeug.

Weniger CO2-Emissionen
Das derzeitige Kabinett hat sich zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen in den Niederlanden bis 2030 um 49 % gegenüber den Emissionen von 1990 zu senken. Darüber hinaus will die Europäische Union bis 2050 60 % weniger Emissionen durch den Verkehr verursachen. Und das, obwohl der Verkehr eine immer größere Rolle spielt…
• So hat der Flugverkehr von und nach den Niederlanden im Vergleich zu den 80er Jahren um 200 % zugenommen.
• Die Zahl der Personenkraftwagen in den Niederlanden ist in den letzten 20 Jahren um 32 % gestiegen.
• Die durchschnittliche Anzahl der Reisekilometer pro Person ist zwischen 1985 und 2010 um 40 % gestiegen.
Mit allen Konsequenzen, die das mit sich bringt…
• Seit 2017 ist die Mobilität die größte Quelle für CO2-Emissionen.
• Die Mobilität ist für 23 % der gesamten CO2-Emissionen in den Niederlanden verantwortlich.
Um unsere Mobilität nicht einschränken zu müssen, müssen wir große Veränderungen im Mobilitätssystem in den Niederlanden vornehmen. Rijkswaterstaat setzt daher stark auf Anreize für das Fahrrad, die Elektrifizierung, die Verwendung nachhaltiger Kraftstoffe für den Personen- und Güterverkehr (sowohl auf der Straße als auch auf dem Wasser), den Bau einer nachhaltigen Infrastruktur, die Entwicklung intelligenter Systeme, um ein anderes Reiseverhalten und die Nutzung anderer Verkehrsmittel zu ermöglichen und zu fördern.
„Ein nachhaltig erreichbares Niederlande, das ist unser Ziel.“
Bekannte Beispiele für nachhaltige Mobilität
Mobile Nachhaltigkeit kann auf viele verschiedene Arten erreicht werden. Wie gerade deutlich geworden ist, können viele Initiativen auf die Unterstützung der Regierung zählen, was sie für Unternehmer interessant macht. Die häufigsten Beispiele sind:
1. Elektrisches Fahren
Elektrisches Fahren ist derzeit die Zukunft. Ein Elektroauto stößt bis zu dreimal weniger CO2 aus und bietet viele geschäftliche Vorteile.2. Fahrgemeinschaften
Fahrgemeinschaften gibt es schon immer. Wurden früher vor allem aus finanziellen Gründen Fahrgemeinschaften gebildet, so werden sie heute wegen der Vorteile für die Umwelt gebildet. Ein angesagtes Beispiel ist BlaBlaCar. Dies ist ein Online-Marktplatz, der Fahrer und Mitfahrer zusammenbringt, um gemeinsam Fahrgemeinschaften zu bilden.3. Carsharing
Laut Milieudefensie stehen Autos etwa 95 % der Zeit still. Dies wirft die Frage auf, „wie wichtig es ist, dass wir alle ein eigenes Auto besitzen?“. Plattformen wie SnappCar ermöglichen es, das eigene Auto zu teilen, wenn man es selbst nicht benötigt. Auch im Bereich des elektrischen Carsharings gibt es solche Unternehmen. Denken Sie an GreenWheels und Car2Go. Sie zahlen dann pro Fahrt.Verschiedene Möglichkeiten, die Mobilität nachhaltiger zu gestalten
Es gibt sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen Möglichkeiten, zur Nachhaltigkeit der Mobilität beizutragen. Einige Tipps, die Ihnen dabei helfen können, sind:
1. Vermeiden und Reduzieren
Indem wir unnötige Fahrten vermeiden, tragen wir alle zu einem geringeren CO2-Ausstoß bei. So können Sie möglicherweise häufiger von zu Hause aus arbeiten und/oder online an Besprechungen teilnehmen, aber Sie können sich auch Ihre Einkäufe liefern lassen.2. Gemeinsame Nutzung von Verkehrsmitteln
Durch die Nutzung von Carsharing-Autos, öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fahrgemeinschaften sind weniger Fahrzeuge auf der Straße unterwegs. Auch der gemeinsame CO2-Ausstoß wird gesenkt.3. Saubere Alternativen
Lassen Sie das Auto öfter stehen und nehmen Sie öfter das Fahrrad oder machen Sie einen schönen Spaziergang. Sind Sie bereit für ein neues Auto? Dann entscheiden Sie sich für ein Elektro- oder ein Wasserstoffauto. Auch ein Urlaub muss nicht immer mit dem Flugzeug sein. Ein Urlaub im eigenen Land oder mit dem Zug oder Bus sind manchmal schöne Alternativen!4. Förderung nachhaltiger Verkehrsmittel
Auch als Arbeitgeber können Sie nachhaltige Verkehrsmittel fördern. Richten Sie beispielsweise einen Fahrradplan ein oder finanzieren Sie das ÖPNV-Abonnement oder entscheiden Sie sich für eine finanzielle Entschädigung für umweltfreundliche Verkehrsmittel. Auch von staatlicher Seite wird elektrisches Fahren mit einer Förderregelung gefördert.5. Ausstoß kompensieren
Heutzutage bieten auch viele Verkehrsunternehmen die Möglichkeit, Ihren CO2-Fußabdruck durch Zahlungen zu kompensieren. KLM hat beispielsweise ein Kompensationsprogramm. Die Erlöse aus CO2ZERO werden von KLM in CO2-Reduktionsprojekte investiert.Förderung mobiler Nachhaltigkeit
Mobilität ist ein wichtiger Bestandteil auf dem Weg zu einer nachhaltigen Welt. Aber Sie können noch viel mehr tun! Möchten Sie als Unternehmen einen Schritt in Richtung nachhaltiges Unternehmertum machen? Beginnen Sie mit der Erstellung eines CO2-Fußabdrucks. Oder nehmen Sie an der Sharing-Mobilität teil. Indem wir diese Innovationen auf die richtige Weise einsetzen, mit dem lokalen Wissen und den Erkenntnissen, können wir die Entwicklungen in der Mobilität nutzen, um Gebiete lebenswerter, sauberer und nachhaltiger zu gestalten.
Warum ist das so wichtig?
Jeder bewegt sich und jede Bewegung hat Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Umwelt. Durch unser heutiges Mobilitätsverhalten gefährden wir die Möglichkeit unserer Kinder und Enkelkinder, sich in Zukunft fortzubewegen. Nachhaltige Mobilität ist nur möglich, wenn ein Gleichgewicht zwischen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten der Mobilität gefunden wird. Machst du mit?!




